Wechselkennzeichen: Versicherer befürchten Einnahmeverluste

Die Reaktionen auf die geplante Einführung der Auto Wechselkennzeichen sind gemischt. Während sich die meisten Autobesitzer mit der Idee anfreunden können und einige sogar überlegen, sich einen Zweitwagen anzuschaffen, stehen die Versicherer der Einführung vom Wechselkennzeichen eher kritisch gegenüber.

Durch die Kosteneinsparungen in den Bereichen Versicherung und KFZ Steuer, die durch die Einführung des Wechselkennzeichens möglich werden, können sich nun auch einkommensschwächere Haushalte den Traum vom Zweitwagen erfüllen. Derzeit muss für Zweit- und Drittwagen stets eine gesonderte Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Durch die Einführung der Wechselkennzeichen würden diese Kosten allerdings wegfallen.

Auf der anderen Seite rechnen die potenziellen Wechselkennzeichen Versicherer mit Einnahmeverlusten von bis zu fünf Prozent aufgrund eines anstehenden Rückganges an Neuanmeldungen. Daher sehen die Wechselkennzeichen Versicherer, angesichts des ohnehin schon überlaufenen und angespannten Marktes, noch schwierigere Zeiten auf sich zukommen. Ähnliche Gedanken grassieren auch in der Politik. Durch die Einführung der Wechselkennzeichen würden die Steuereinnahmen durch PKWs, die immerhin acht bis neun Milliarden Euro jährlich ausmachen, stark zurückgehen.

Die einzigen Gewinner der Einführung von einem Wechselkennzeichen – neben dem Teil der Bevölkerung, der sich in Zukunft vielleicht seinen Traum vom Zweitwagen erfüllen kann – sind die Autounternehmen, die mit steigenden Absatzzahlen rechnen können.