Versicherung: Wechselkennzeichen nur für Elektroautos?
Aller Voraussicht nach können Autofahrer ab Sommer 2011 eine Wechselkennzeichen Versicherung abschließen. Bundesverkehrsminister Ramsauer will im Dezember dieses Jahres noch eine Gesetzesvorlage einbringen. Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) plant ebenfalls für die kommende Wechselkennzeichen Versicherung.
Bei den KFZ Versicherungen hingegen existieren bisher kaum Pläne für eine Wechselkennzeichen Versicherung. Als erste Assekuranz hat die ADAC-Autoversicherung AG eine entsprechende Police entworfen. Mit diesem Tarif soll es Fahrzeughaltern möglich sein, mehrere Autos mit nur einem speziellen Nummernschild auszustatten. Die Beitragsprämien richten sich dabei nach dem Fahrzeug, für welches der Versicherte den höchsten Satz zahlen müsste. Auf diese Weise können Verbraucher von der Wechselkennzeichen Versicherung profitieren. Der ADAC fordert außerdem, nur für das teuerste Fahrzeug eine Steuer zu erheben.
Abgesehen vom finanziellen Aspekt ergibt sich durch die Einführung einer Wechselkennzeichen Versicherung ein weiterer Vorteil. Denn so könnte ein Anreiz geschaffen werden, sich für kurze Fahrten (beispielsweise in die Stadt) einen umweltfreundlicheren Wagen zuzulegen.
Ähnliche Vorstellungen hat der GDV, dessen Planungen zur Wechselkennzeichen Versicherung mit dem Arbeitstitel „Elektromobilität“ versehen sind. Das Verkehrsministerium fördert die Ideen bezüglich einer Wechselkennzeichen Versicherung ebenfalls. Diese soll allerdings nur für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben ermöglicht werden. Diese Meinung teilt man beim ADAC allerdings nicht. Der Automobilclub ist der Ansicht, dass auch emissionsärmere Zweitwagen helfen können, CO2 einzusparen.
Eine Wechselkennzeichen Versicherung existiert bereits in Österreich und der Schweiz. Dort entwickelte sie sich zu einem Erfolgsprojekt. In Österreich fahren aktuell etwa acht Prozent der Autos mit einem Wechselkennzeichen.


